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Wie viel speicher hatte die apollo 11?

Kurze Antwort

Der Apollo Guidance Computer hatte 2.048 Wörter löschbaren Kernspeicher und 36.864 Wörter festen Programmspeicher, gewebt als Kernseilspeicher; ein Wort umfasste 16 Bit. Die beiden Rechner von Apollo 11, in Kommandokapsel und Mondfähre, waren gleich ausgestattet; Massenspeicher gab es keinen.

Wie viel speicher hatte die apollo 11?
Aldrin steht neben der aufgestellten US-Flagge

Gewebte Programme

Der Programmspeicher des Apollo Guidance Computer war Hardware im wörtlichen Sinn. Im Kernseilspeicher wurden Drähte durch oder um winzige Ringkerne aus Ferrit geführt; jeder Draht, der durch einen Kern lief, bedeutete eine Eins, jeder, der daran vorbeiging, eine Null. Diese Seile wurden von Hand gewebt, über Monate, und waren danach unveränderlich. 36.864 Wörter fasste dieser feste Teil, 2.048 Wörter der löschbare Kernspeicher, mit dem der Rechner tatsächlich arbeitete; ein Wort umfasste 16 Bit, davon eines zur Fehlerprüfung.

Was in 2.048 Wörter passt

Der Arbeitsspeicher hielt Zustandsvektoren, Ausrichtungen, Zwischenergebnisse und die Zahlen, die die Besatzung über die Tastatur DSKY mit Verb- und Nomen-Codes eingab. Weil kaum Reserve blieb, priorisierte ein kleines Echtzeitbetriebssystem die Aufgaben und warf überflüssige Jobs ab. Genau das passierte beim Abstieg von Apollo 11: Die Alarme 1201 und 1202 meldeten, dass der Rechner überlastet war und Aufgaben neu startete. Die Fähre landete trotzdem, weil die Software für diesen Fall gebaut war.

Klein, aber genau richtig

Nach heutigen Maßstäben ist das nichts: Ein einziges Foto eines Mobiltelefons belegt ein Vielfaches. Der Vergleich führt aber in die Irre, denn der Rechner musste kein Betriebssystem, keine Grafik und keine Anwendungen tragen, sondern ausschließlich Navigation, Steuerung und Anzeige — eingebettete Aufgaben mit festem Umfang. Gerechnet wurde in ganzen Zahlen mit sorgfältig gewählten Skalierungen, gemessen mit Trägheitsplattform und Sextant, und im Zweifel entschied die Besatzung. Zusätzliche Rechenkraft stand ohnehin im Kontrollzentrum in Houston bereit, das Bahndaten hinauffunkte.

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