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Wie lang war alexander gerst im weltraum?

Kurze Antwort

Alexander Gerst war bei zwei Langzeitmissionen auf der ISS: vom 28. Mai bis 10. November 2014 mit Blue Dot und vom 6. Juni bis 20. Dezember 2018 mit horizons. Zusammen ergibt das rund ein Jahr im All, mehr als jeder andere deutsche Astronaut. 2018 übernahm er als erster Deutscher das Kommando der Station.

Wie lang war alexander gerst im weltraum?
ISS-40 Alexander Gerst in der Kuppel

Zwei Sojus-Flüge, zwei Halbjahre

Der erste Aufenthalt begann am 28. Mai 2014 mit dem Start einer Sojus in Baikonur, gemeinsam mit Reid Wiseman und Maxim Surajew; die Landung in der kasachischen Steppe folgte am 10. November 2014. Die Mission lief unter dem Namen Blue Dot und umfasste neben Materialforschung und Medizin auch einen Außenbordeinsatz. Der zweite Flug startete am 6. Juni 2018 mit Serena Auñón-Chancellor und Sergei Prokopjew und endete am 20. Dezember 2018. Diese Mission hieß horizons.

Kommandant einer unruhigen Expedition

In der zweiten Hälfte von horizons übernahm Gerst das Kommando der Station – als erster Deutscher überhaupt. Ruhig war diese Zeit nicht: An der angedockten Sojus trat ein kleines Leck auf, das die Besatzung im Fluge abdichtete, und wenig später brach eine Sojus kurz nach dem Start ab, sodass die geplante Ablösung ausblieb und die Bordbesatzung länger zu dritt arbeitete. Der Betrieb der Station musste entsprechend umgeplant werden.

Vom Vulkanforscher zum Rekordhalter

Gerst ist Geophysiker und hat vor seiner Auswahl in das europäische Astronautenkorps an aktiven Vulkanen gearbeitet. An Bord betreute er Hunderte Experimente, vor allem in Werkstoffkunde, Strahlenbiologie und Erdbeobachtung, und wurde zugleich zum bekanntesten Gesicht der deutschen Raumfahrt, weil er seine Aufnahmen und Erklärungen laufend öffentlich teilte. Bei der kumulierten Zeit im All liegt er vor allen anderen deutschen Raumfahrern; davor hielt Thomas Reiter diese Position.

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