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Wie heißt die raumstation im weltall?
Kurze Antwort
Dauerhaft bewohnt sind zwei Stationen (Stand: September 2026): die Internationale Raumstation ISS, gemeinsam betrieben von NASA, Roskosmos, ESA, JAXA und CSA, und die chinesische Tiangong. Ist ohne Zusatz von «der Raumstation» die Rede, ist fast immer die ISS gemeint; sie kreist in etwa 400 Kilometern Höhe.

Die ISS
Die Internationale Raumstation ist das größte je gebaute Bauwerk im Orbit und wird von fünf Partnern gemeinsam betrieben: NASA, Roskosmos, ESA, JAXA und CSA. Sie kreist in etwa 400 Kilometern Höhe und umrundet die Erde in ungefähr 90 Minuten; seit dem Jahr 2000 ist sie ununterbrochen bewohnt. An Bord arbeitet die regelmäßig ausgetauschte Besatzung an Experimenten in Schwerelosigkeit, von Materialforschung bis Medizin. Der Betrieb ist bis zum Ende des Jahrzehnts vorgesehen, danach sollen kommerzielle Stationen die Rolle übernehmen.
Tiangong
Seit einigen Jahren fliegt eine zweite bewohnte Station: Tiangong, betrieben von China. Sie besteht aus dem Kernmodul Tianhe und zwei Labormodulen, ist deutlich kleiner als die ISS, folgt aber dem gleichen Prinzip aus Wohnbereich, Labors, Solarflächen und angedockten Transportern. Die Besatzungen kommen mit Shenzhou-Kapseln und bleiben monatelang. Wer im deutschen Sprachraum «die Raumstation» sagt, meint dennoch fast immer die ISS – sie ist am Dämmerungshimmel als heller, schnell wandernder Punkt mit bloßem Auge zu sehen.
Die Vorgänger und was bleibt
Ständig bewohnte Stationen sind eine junge Technik, aber keine neue Idee. Die sowjetischen Saljut-Stationen, das amerikanische Skylab und später die Mir haben gezeigt, wie Menschen über Monate im Orbit leben können und woran solche Vorhaben scheitern: Feuchtigkeit, Ausfälle, Nachschub. Die ISS hat daraus ein Dauerlabor gemacht, das nicht mehr abgeschaltet wurde. Genau das ist ihr wichtigstes Ergebnis – die Erfahrung, dass ein Aufenthalt im All zur Routine werden kann, ist Voraussetzung für längere Flüge zum Mond und zum Mars.
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