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Welche AEG trug eine 20-mm-Kanone?
Kurze Antwort
Die AEG G.IVk, die Erdkampfversion des zweimotorigen Bombers G.IV, von dem 320 Exemplare gebaut wurden. Sie trug die 20-mm-Kanone Becker Type M2, deren Hauptnutzer große zweimotorige Flugzeuge der IdFlieg-Kategorie Grossflugzeug bzw. „Klasse G" waren: die G.IVk selbst und der Bomber Friedrichshafen G.III.

Eine Kanone für die großen Flugzeuge
Die 20-mm-Kanone Becker Type M2 war nicht für leichte Jäger gedacht. Ihre Hauptnutzer waren große zweimotorige Flugzeuge, die zunächst in die vom IdFlieg — der deutschen Behörde für die Klassifizierung und Überwachung von Luftfahrtgerät — definierte Kategorie Grossflugzeug, die „Klasse G", eingeordnet wurden. Zwei konkrete Typen führen diese Liste an: der Bomber Friedrichshafen G.III und das Erdkampfflugzeug AEG G.IVk. Der eigentliche Grund liegt in der Konstruktion: Eine Waffe dieses Kalibers erforderte mitsamt ihrer Munition eine Zelle mit ausreichender Tragfähigkeit und Platz für das Besatzungsmitglied, das sie bediente — etwas, das die Klasse G bot und ein Einsitzer nicht.
Die G.IVk, die bewaffnete Version von AEG
Im Katalog von AEG ist das mit der 20-mm-Kanone verbundene Flugzeug somit die G.IVk, ein Erdkampf-Derivat des Bombers G.IV. Dabei handelt es sich nicht um einen Nebenzweig des Herstellers: Der G.IV war der Bomber, von dem 320 Exemplare gebaut wurden, sodass die bewaffnete Variante von einer bereits etablierten und in Serie gefertigten zweimotorigen Zelle ausging.
Klasse G und Feuerkraft
Die daraus entstandene Kombination sagt einiges über die deutsche Luftfahrt am Ende des Ersten Weltkriegs aus. Statt ein neues Flugzeug um die Waffe herum zu entwerfen, nahm man einen Bomber der Klasse G und passte ihn an, um den Becker Type M2 gegen Bodenziele einzusetzen. Das ist die Rolle der G.IVk, und das ist die Antwort auf die Frage: Die AEG, die eine 20-mm-Kanone trug, war die G.IVk, das Erdkampf-Geschwisterflugzeug der G.IV, zusammen mit dem Bomber Friedrichshafen G.III als dem anderen großen Träger derselben Kanone.
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