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Wie viele astronauten sind gestorben?
Kurze Antwort
Tödlich endeten bisher vier Raumflüge: Sojus 1 mit Wladimir Komarow (1967), Sojus 11 mit drei Kosmonauten (1971), Challenger mit sieben Menschen an Bord (1986) und Columbia, ebenfalls mit sieben (2003). Dazu kommen Todesfälle am Boden und im Training, etwa beim Kapselbrand von Apollo 1.

Vier Besatzungen, die nicht zurückkamen
Sojus 1 endete 1967 mit dem Absturz der Kapsel, weil das Fallschirmsystem versagte; an Bord war allein Wladimir Komarow. 1971 fanden Bergungsmannschaften die drei Kosmonauten von Sojus 11 tot in ihrer Kapsel: Beim Abtrennen der Module hatte sich ein Ventil geöffnet und die Luft entweichen lassen. 1986 zerriss die Challenger kurz nach dem Start mit sieben Menschen an Bord, 2003 brach die Columbia beim Wiedereintritt auseinander, ebenfalls mit sieben. In allen vier Fällen traf es die gesamte Besatzung.
Wer als Astronaut gezählt wird
Die Gesamtzahl hängt an der Definition. Zählt man nur Todesfälle im Flug oberhalb von 100 Kilometern Höhe, bleibt es bei diesen vier Missionen. Rechnet man Flüge mit, für die die USA Astronautenabzeichen vergaben, gehört Michael Adams dazu, der 1967 mit einer X-15 nach dem Erreichen extremer Höhe abstürzte. Nimmt man Bodenunfälle hinzu, kommen der Kapselbrand von Apollo 1 mit Grissom, White und Chaffee sowie der Kammerbrand, in dem Walentin Bondarenko starb, in die Aufstellung.
Die Minuten, in denen es passiert
Auch außerhalb von Missionen verlor man Menschen aus den Korps: Juri Gagarin kam 1968 bei einem Übungsflug mit einer MiG-15 um, weitere Anwärter bei Flugunfällen. Deshalb stehen in verschiedenen Quellen verschiedene Summen, ohne dass eine davon falsch sein muss — entscheidend ist, was mitgezählt wird. Auffällig ist die Verteilung der Raumflugunfälle: Sie geschahen beim Start, beim Abtrennen von Modulen und beim Wiedereintritt, also in den wenigen Minuten, in denen enorme Energie umgesetzt wird, und nie im ruhigen Teil eines Flugs.
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