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Warum tat sich die Bf 110 gegen die P.Z.L. P.11 schwer?

Kurze Antwort

Die Prämisse bedarf einer Nuance: Die P.11c war der überlegenen Geschwindigkeit und Feuerkraft der Bf 109 und 110 nicht ebenbürtig. Wo der polnische Jäger gewann, war die Wendigkeit: Die Hauptschwäche der Bf 110 war ihre mangelnde Wendigkeit, und die P.11 manövrierte besser als ihre deutschen Rivalen und bot eine deutlich bessere Sicht aus dem Cockpit.

Warum tat sich die Bf 110 gegen die P.Z.L. P.11 schwer?
PZL P.11c '39 - 2' Cockpit-DetailAlan Wilson (CC BY SA), vía commons

Ein schwerer Zweimotoriger gegen einen wendigen Jäger

Die Hauptschwäche der Messerschmitt Bf 110 war ihre mangelnde Wendigkeit, ein Mangel, der sich, wie angemerkt wird, durch bessere Taktik ausgleichen ließ. Ihr gegenüber boten polnische Jäger eine bessere Wendigkeit als ihre deutschen Gegenstücke und, als Vorteil aus ihrer Bauweise, eine deutlich bessere Sicht aus dem Cockpit. Genau jene relativ geringe Bewaffnung und Motorleistung, die die P.11c verwundbar erscheinen ließ, machte sie wendiger und fähig, den Deutschen Widerstand zu leisten. Der polnische Eindecker konnte außerdem mit bis zu 600 km/h abtauchen, ohne dass die Tragflächen abzubrechen drohten.

Was der deutsche Jäger für sich hatte

In allen anderen Punkten kehrte sich der Vergleich um: Die P.11c war der überlegenen Geschwindigkeit und Feuerkraft der Luftwaffenflotte, insbesondere der Messerschmitt Bf 109 und Bf 110, nicht ebenbürtig. Mit diesen Vorteilen diente die Bf 110 in den Anfangsfeldzügen in Polen, Norwegen und Frankreich mit beachtlichem Erfolg.

Die Bilanz des Septemberfeldzugs

Laut Luftwaffenaufzeichnungen verloren die Deutschen 285 Flugzeuge, wobei der P.11 mindestens 110 Abschüsse gegenüber rund 100 eigenen verlorenen Flugzeugen zugeschrieben werden. Der Einsatz der P.11c-Piloten in diesem einmonatigen Krieg blieb dennoch letztlich vergeblich.

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