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Wie viel verdient ein esa astronaut?

Kurze Antwort

Ein ESA-Astronaut ist mit einem Personalvertrag bei der Raumfahrtagentur angestellt und wird wie deren übriges Personal bezahlt: Das Gehalt richtet sich nach der Gehaltsgruppe der Stelle, dazu kommen Zulagen. ESA-Gehälter sind in den Mitgliedstaaten von der nationalen Einkommensteuer befreit; Einzelbeträge für Astronauten nennt die ESA nicht.

Wie viel verdient ein esa astronaut?
Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der DLR und ESA in Köln-40803Raimond Spekking (CC BY SA), vía commons

Eine Stelle wie andere bei der ESA auch

Astronautinnen und Astronauten der ESA erhalten einen Personalvertrag der Agentur, zunächst für vier Jahre; ihre Heimatbasis ist das Europäische Astronautenzentrum in Köln. Ihre Bezahlung folgt derselben Systematik wie die des technischen und wissenschaftlichen Personals: Das Gehalt hängt von der Gehaltsgruppe der jeweiligen Stelle ab.

Zulagen, Steuern, Absicherung

Die Vergütung besteht wie bei anderen internationalen Organisationen aus mehreren Bausteinen: Grundgehalt, Zulagen für die Arbeit außerhalb des Heimatlandes, Leistungen für Familie und Ausbildung der Kinder sowie ein eigenes System der sozialen Sicherheit und eine Pension von höchstens 70 Prozent des letzten Gehalts nach 35 Dienstjahren. Dazu kommen die Erstattung der Umzugskosten und eine Einrichtungszulage. ESA-Gehälter sind in den Mitgliedstaaten von der nationalen Einkommensteuer befreit. Ein direkter Vergleich mit dem Bruttogehalt eines deutschen Arbeitgebers ist deshalb wertlos.

Reserve heißt zunächst kein ESA-Vertrag

Eine Besonderheit der jüngsten Auswahlrunde: Neben den als Personal eingestellten Astronauten führt die ESA eine Reserve. Diese Kandidatinnen und Kandidaten bleiben bei ihren bisherigen Arbeitgebern angestellt; erst wenn ihnen eine Mission angeboten wird, stellt die ESA sie für deren Dauer als Personal ein. Und auch für die fest Angestellten gilt: Der größte Teil der Laufbahn besteht aus Training, Unterstützung laufender Missionen am Boden und Öffentlichkeitsarbeit. Flüge sind selten – die Bezahlung ist entsprechend kein Grund, sich zu bewerben, und trotzdem bewarben sich bei der Auswahl 2021/22 mehr als 23.000 Menschen.

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