Wussten Sie…
Wie schnell war die apollo 11 rakete?
Kurze Antwort
Die Saturn V wurde stufenweise schneller: Nach zweieinhalb Minuten hatte die erste Stufe Apollo 11 auf 61 Kilometer Höhe gebracht, wo sie mit 8.000 Kilometern pro Stunde weiterflog. In der Erdumlaufbahn waren es 7.791,2 Meter pro Sekunde, nach dem Einschuss auf Mondkurs 10.841 Meter pro Sekunde.

Am Boden zählt Schub, nicht Tempo
Beim Abheben ist die Geschwindigkeit fast null, die Kraft dagegen enorm: Die fünf F-1-Triebwerke der ersten Stufe lieferten zusammen 7,5 Millionen Pfund Schub und verbrannten dabei 13 Tonnen Treibstoff pro Sekunde. Genau diese Reihenfolge erklärt, warum eine Rakete den Startturm langsam verlässt und erst in dünner Luft wirklich beschleunigt. Nach zweieinhalb Minuten hatte die erste Stufe Apollo 11 auf 61 Kilometer Höhe gebracht, wo das Gespann mit 8.000 Kilometern pro Stunde weiterflog.
In der Erdumlaufbahn
Zweite und dritte Stufe brachten die Kombination anschließend in eine Bahn in 191,1 Kilometer Höhe. Beim Einschwenken flog Apollo 11 mit 7.791,2 Metern pro Sekunde und umrundete den Planeten danach rund drei Stunden lang. Diese Phase war keine Wartezeit, sondern Prüfzeit: Besatzung und Bodenkontrolle kontrollierten Systeme, Druck, Navigation und die Bahn, bevor der Punkt erreicht war, an dem eine Umkehr nur noch mit erheblichem Aufwand möglich gewesen wäre.
Der Sprung auf Mondkurs
Für den Weg zum Mond zündete das Triebwerk der dritten Stufe erneut und beschleunigte das Gespann in sechs Minuten auf 10.841 Meter pro Sekunde; bei Brennschluss flog es in 320,9 Kilometer Höhe, und die Geschwindigkeit lag nur 1,6 Fuß pro Sekunde neben dem Plan. Das war der schnellste Abschnitt des Hinflugs; danach arbeitete die Erdanziehung gegen das Raumschiff und ließ es kontinuierlich langsamer werden, bis die Anziehung des Mondes überwog. Masse und Geschwindigkeit sind bei Raketen immer aneinander gekoppelt: Mehr Fracht bedeutet weniger Tempo, und umgekehrt.
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