Wussten Sie…
Wie funktioniert toilette auf der iss?
Kurze Antwort
Auf der ISS ersetzt ein Luftstrom die Schwerkraft: Ein Ventilator saugt Urin durch einen Trichter mit Schlauch und Feststoffe durch eine kleine Sitzöffnung in einen Behälter mit Beutel. Der Urin wird aufbereitet und als Trinkwasser zurückgewonnen, der Rest verglüht mit einem Frachter in der Atmosphäre.

Ein Luftstrom ersetzt die Schwerkraft
Auf der Erde erledigt die Schwerkraft die Arbeit einer Toilette. In der Schwerelosigkeit übernimmt das ein Ventilator: Er saugt Luft durch die Toilette und reißt alles mit, was hineingelangt. Die Besatzung fixiert sich mit Fußschlaufen und Haltebügeln, damit der Körper nicht davonschwebt. Filter reinigen die abgesaugte Luft, bevor sie zurück in die Kabine strömt – ohne diesen Kreislauf wären Gerüche das größte Problem an Bord. Bis das zuverlässig klappt, braucht es Übung: Neulinge trainieren am Boden an Attrappen mit einer Kamera in der Schüssel, um die richtige Sitzposition zu finden.
Urin und Feststoffe gehen getrennte Wege
Für Urin gibt es einen Trichter am Ende eines Schlauchs, den Frauen und Männer mit unterschiedlichen Aufsätzen benutzen; er lässt sich im Sitzen wie im Stehen verwenden. Feststoffe landen durch eine auffällig kleine Sitzöffnung in einem Beutel, der in einem Behälter steckt. Ist der Behälter voll, wird er verschlossen und getauscht. Die enge Öffnung ist kein Sparzwang, sondern Physik: Je kleiner der Querschnitt, desto stärker die Sogwirkung. Ausfälle sind unangenehm, aber eingeplant – Ersatzteile und Notfallbeutel liegen bereit.
Aus Abwasser wird Trinkwasser
Der Urin bleibt nicht Abfall. Er wird in die Wasseraufbereitung geleitet, dort destilliert und gemeinsam mit Kondenswasser aus der Kabinenluft zu Trinkwasser verarbeitet – ein Kreislauf, der teure Nachschubflüge spart und für künftige Mondmissionen noch wichtiger wird. Die Feststoffbehälter dagegen werden gesammelt und mit einem unbemannten Frachter entsorgt, der beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht. Neuere Modelle sind kompakter und leiser gebaut, damit sie auch in enge Raumschiffe passen.
Weitere Fragen

Lviatour (CC BY SA), vía commons Astronauten und Leben im All
Was sah Neil Armstrong in der Cueva de los Tayos?
Eine riesige, lebendige Höhle, keine außerirdische Struktur. Laut einem 1979 veröffentlichten Bericht eines Höhlenforschers im Team war Armstrong Ehrengast… mehr…
.jpg)
Astronauten und Leben im All
Warum werden Astronauten im Weltraum größer?
In der Schwerelosigkeit wird die Wirbelsäule nicht mehr durch das Körpergewicht zusammengedrückt: Sie verlängert sich, und die natürlichen Krümmungen des… mehr…

Astronauten und Leben im All
Wie schlafen astronauten?
Astronauten schlafen im Schlafsack, der in einer schrankgroßen Kabine an der Wand fixiert ist – ohne Matratze, weil in der Schwerelosigkeit kein Gewicht auf… mehr…

Astronauten und Leben im All
Wie lange schlafen Astronauten?
Der Zeitplan der Internationalen Raumstation sieht für jedes Besatzungsmitglied 8,5 Stunden Schlaf pro Nacht vor. In der Praxis schlafen sie weniger: Eine… mehr…

Astronauten und Leben im All
Wie essen Astronauten im Weltraum?
Die Mahlzeiten an Bord sind vor allem dehydrierte Gerichte, die mit Wasser aus einem Spender rehydriert werden, sowie verzehrfertige, thermostabilisierte… mehr…

Astronauten und Leben im All
Wie reich ist alexander gerst?
Zu Alexander Gersts Vermögen gibt es keine belastbare Zahl; die Summen auf Promi-Portalen sind frei geschätzt. Belegt ist der Beruf: Der Geophysiker gehört… mehr…