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Wie schlafen astronauten?

Kurze Antwort

Astronauten schlafen im Schlafsack, der in einer schrankgroßen Kabine an der Wand fixiert ist – ohne Matratze, weil in der Schwerelosigkeit kein Gewicht auf Schulter oder Hüfte drückt. Augenmaske und Ohrstöpsel gehören dazu: Die ISS umrundet die Erde rund 16-mal am Tag, und die Lüftung steht nie still.

Wie schlafen astronauten?
Habitation Module - Crew Quarters

Der Schlafsack hängt an der Wand

An Bord der ISS hat jedes Besatzungsmitglied eine Kabine von der Größe einer Telefonzelle. Darin wird ein Schlafsack an der Wand befestigt, damit der Körper nicht durch das Modul driftet. Eine Matratze braucht niemand, weil es keine Druckpunkte gibt. Wer einschläft, nimmt automatisch eine leicht gekrümmte Haltung ein, die Arme schweben vor der Brust. Manche fixieren den Kopf lose mit einem Band oder klemmen sich ein Kissen unter den Nacken, weil das freie Schweben des Kopfes ungewohnt bleibt.

Licht, Lärm und 16 Sonnenaufgänge

Die Station umrundet die Erde rund 16-mal pro Tag, entsprechend oft wechseln draußen Tag und Nacht. Augenmasken sind deshalb Standard, dazu Ohrstöpsel gegen Pumpen und Ventilatoren, die rund um die Uhr laufen. Der Bordtag folgt einer festen Zeitzone, die gesamte Besatzung schläft im selben Fenster, und die Beleuchtung an Bord lässt sich in Helligkeit und Farbton so einstellen, dass sie den Tagesrhythmus stützt statt ihn zu stören.

Warum jede Kabine einen Ventilator hat

Ohne Schwerkraft steigt ausgeatmete Luft nicht auf. Bleibt sie stehen, sammelt sich Kohlendioxid als unsichtbare Blase vor dem Gesicht und führt zu Kopfschmerzen und unruhigem Schlaf. Jede Schlafkoje wird deshalb aktiv belüftet. Trotzdem gehört Schlaf zu den hartnäckigen Problemen der bemannten Raumfahrt: Die Wirbelsäule streckt sich und verursacht Rückenschmerzen, der Terminplan ist eng getaktet, und viele Besatzungsmitglieder kommen im Orbit auf weniger Schlaf als am Boden.

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