Wussten Sie…
Wie astronaut werden?
Kurze Antwort
Über einen Auswahlwettbewerb, nicht über eine Ausbildung: Die NASA verlangt einen Masterabschluss in einem MINT-Fach plus zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung oder 1.000 Stunden als verantwortlicher Pilot auf Strahlflugzeugen, dazu Flugtauglichkeit. Deutsche bewerben sich bei der ESA.
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Die formalen Hürden
Bei der NASA gelten US-Staatsbürgerschaft, ein Masterabschluss in Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Mathematik oder Medizin und danach mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung — alternativ 1.000 Stunden als verantwortliche Pilotin oder verantwortlicher Pilot auf Strahlflugzeugen. Hinzu kommt die medizinische Tauglichkeit für Langzeitmissionen. Die ESA verlangt Ähnliches: einen Hochschulabschluss in einem naturwissenschaftlich-technischen Fach oder eine Testpilotenausbildung, Berufserfahrung, sehr gutes Englisch und die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats. Ein Studienfach „für Astronauten" gibt es nicht.
Das Auswahlverfahren
Ausschreibungen sind selten und riesig: Auf eine Handvoll Plätze kommen Tausende Bewerbungen. Danach folgen über Monate Tests der kognitiven Leistung, der Merkfähigkeit unter Stress und der Zusammenarbeit im Team, eine sehr gründliche medizinische Untersuchung und mehrere Interviewrunden. Ausgewählt wird selten die brillanteste Einzelperson, sondern wer in einer kleinen Gruppe über lange Zeit belastbar, lernbereit und verträglich bleibt.
Nach der Zusage beginnt die Arbeit
Die Grundausbildung umfasst die Systeme der Raumstation, Robotik, Andockverfahren, Außenbordeinsätze im Wasserbecken, Überlebenstraining, Russisch, medizinische Grundlagen und wissenschaftliches Arbeiten. Danach wartet man oft Jahre auf eine Zuweisung, arbeitet währenddessen am Boden im Missionsbetrieb und trainiert weiter. Für Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland führt der Weg über die ESA-Auswahl; das Europäische Astronautenzentrum in Köln ist die zentrale Ausbildungsstätte.
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