Variante der Junkers F 13

Junkers F 13 F 13W

Bezeichnung für die F 13 mit Schwimmern anstelle des Radfahrwerks. Der Umbau war schnell und erforderte kaum Änderungen an der Zelle, wodurch der Typ in Ländern mit mehr Flüssen als Flugplätzen zu einem praktischen Wasserflugzeug wurde.

Eintrag zur Junkers F 13

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Passagiere

Geschichte

Ein austauschbares Fahrwerk

Die F 13 wurde von Anfang an mit speziellen Anschlüssen konstruiert, um die Räder gegen einen Satz Schwimmer aus Duraluminium auszutauschen, die jeweils intern in sechs wasserdichte Kammern unterteilt waren. Der Umbau erforderte keine Änderung der Struktur oder der Tragfläche; nach demselben Prinzip konnten Duraluminium-Skier und ein Schuh am Schwanzsporn montiert werden, um auf Schnee und Eis zu operieren.

Warum es wichtig war

In den zwanziger Jahren gab es weit mehr nutzbare Flüsse, Seen und Buchten als zivile Start- und Landebahnen und Flughäfen. Ein Flugzeug, das innerhalb weniger Stunden vom Land- zum Wasserflugzeug wurde, eröffnete Strecken, die sonst nicht existiert hätten, und das war eines der wirksamsten Verkaufsargumente der F 13 außerhalb Europas. Der einzige bekannte Nachteil betraf die Richtungssteuerung mit Schwimmern, die bei manchen Maschinen durch ein verlängertes Seitenruder ausgeglichen wurde.

Wo sie flog

Lloyd Aéreo Boliviano setzte Exemplare in der Wasserflugzeugversion auf den Flüssen des Landes ein. In Spanien beschaffte das Rote Kreuz F 13W in Ambulanzkonfiguration, die 1925 bei der Landung von Alhucemas eingesetzt wurden. In Schweden eröffnete AB Aerotransport 1924 die Strecke Stockholm–Helsinki mit einer F 13 auf Schwimmern, und in Deutschland bedienten 1925 und 1926 drei Maschinen mit den Kennzeichen D 272, D 583 und D 433 die Flusslinie zwischen Altona und Dresden. Die US-Marine erhielt zwei JL-6 mit Schwimmern.

Ein Sonderfall

Im kolumbianisch-peruanischen Krieg rüstete die kolumbianische Militärluftfahrt vier von der SCADTA überlassene Landflugzeuge mit Schwimmern aus – ein Beispiel dafür, wie sehr dieser Umbau zum normalen Einsatz des Typs gehörte und keine eigene Werksversion war.

Quellen: NACA Aircraft Circular No. 6, All-Metal Junkers Airplane, Type F 13 (1926)