Variante der Junkers F 13
Junkers F 13 F 13ba, ca, da, fa (Junkers L2)
Gruppe von Untertypen, die den Junkers-L2-Motor gemeinsam haben – den ersten hauseigenen Motor, der in die F 13 eingebaut wurde –, zusammen mit einer Reihe struktureller Änderungen. Dazu gehört die F 13fa mit einem um etwa einen Meter verlängerten Rumpf.
- 4
- Passagiere
Geschichte
Eigener Motor
Bis 1923 war die F 13 auf fremde Motoren angewiesen: zunächst Mercedes, dann BMW. In jenem Jahr kam der Junkers L2, ein wassergekühlter Viertakt-Sechszylinder-Reihenmotor, das erste vom eigenen Haus entworfene und in Serie gefertigte Triebwerk. Die F 13da war die erste Baureihe des Flugzeugs, die damit ausgestattet wurde, und mit demselben Triebwerk wurden die Untertypen ba, ca und fa gebaut, jeder mit seiner eigenen Kombination aus Verstärkungen und strukturellen Anpassungen.
Was sich in der Praxis änderte
Der Sprung machte sich bei der Nutzlast bemerkbar. Laut Unterlagen transportierte eine F 13 mit L2-Motor etwa 40 % mehr Ladung als eine mit Mercedes-Motor und 25 % mehr als eine mit BMW-Motor. Der Preis dafür war die Reichweite, die gegenüber den vorherigen Versionen um rund 250 km sank: mehr verfügbares Gewicht, weniger Reichweite. Für die europäischen Strecken jener Zeit, kurz und mit häufigen Zwischenlandungen, lohnte sich der Tausch.
Der lange Rumpf
Innerhalb der Gruppe hebt sich die F 13fa durch ihre Zelle vom Rest ab: etwa einen Meter länger als die übrigen. Dieser verlängerte Rumpf bildete später die Grundlage für die Untertypen mit dem Buchstaben f, darunter die F 13fe mit L5-Motor, die Version mit den größten Abmessungen und der besten Leistung des Typs.
Einordnung in der Familie
Die L2-Serie markiert den Punkt, an dem die F 13 aufhörte, ein Flugzeug zu sein, das mit dem zusammengebaut wurde, was verfügbar war, und zu einem integrierten Produkt von Junkers wurde, Zelle und Motor aus demselben Haus. Diese Logik wiederholte sich 1926 mit dem L5, der schließlich zum Hauptmotor des Typs wurde.